Jugend braucht Initiation

„Die Sehnsucht nach Einweihung ist universell, und die heutige Jugend ist damit oft allein gelassen. Wird ihr keine Form der spirituellen Initiation geboten, die ihr den Eintritt in die Erwachsenenwelt bestätigt, findet die Initiation stattdessen auf der Straße statt, bei Autorennen, durch Drogen, durch ausufernden Sex, durch Waffen.“

Dies ist ein Zitat von Jack Kornfield aus seinem Buch „Das Tor des Erwachens“ aus dem Jahr 2004. Es erinnert mich an eine internationale Jugendbegegnung, die im September 2010 im Jugendgästehaus Lütjensee durchgeführt wurde. Dort gab es tatsächlich ein Tor, durch welches die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 7 europäischen Nationen in einen Initiationsritus hinein und nach Beendigung desselben auch wieder hinaus geführt wurden.

Die Prüfung bestand darin, ganz allein in einer kleinen Gruppe Gleichaltriger eine Nacht im Wald zu verbringen. Spannend und abenteuerlich, in jedem Falle eine Herausforderung.  Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zwei davon meine eigenen Töchter, waren begeistert. Aktionen wie diese stärken das Selbstbewusstsein und zeigen, dass wir es nicht nur mit einer Generation verweichlichter Couch-Potatoes zu tun haben, wenn wir an Jugend denken. Im Gegenteil: Jugend braucht die Chance, Erfahrungen machen zu dürfen, welche die eigenen Grenzen aufzeigen, um über sich selbst hinaus wachsen zu können. Dies ist ein wesentliches Element im Prozess des Erwachsenwerdens. Kurz gesagt: Jugend braucht die Initiation.

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