Für wilde Frauen: das Missy Magazine!

Wieso gibt es in Deutschland kein Magazin, das die Berichterstattung über Popkultur, Politik und Style mit einer feministischen Haltung verbindet? Weil es bisher noch niemand gemacht hat? Das stimmt nicht ganz….

Missy ist ein Magazin für Frauen, die sich für Popkultur, Politik und Style interessieren – für Frauen wie uns halt. Missy berichtet von herausragenden Künstlerinnen, die Musik machen, Filme drehen, fotografieren. Aktivistinnen, die die Welt retten oder auf andere Arten bemerkenswert sind. Crafting und Kochen sind für uns ebenso Themen wie queere Pornografie oder Organisationen, die sich für sichere Abtreibungen einsetzen. Wir wollen ehrlich über Sex zu reden – über hetero- und homosexuellen, heißen, langweiligen oder auch nicht vorhandenen. Wir zeigen Klamotten an und für Frauen, die nicht immer schlank, blond und perfekt enthaart sind. Wir lassen DJs, Sprayerinnen, Rechtsanwältinnen und Skaterinnen erklären, wie man in ihren jeweiligen Feldern glänzen kann.

Missy gibt’s am Kiosk und im www unter http://missy-magazine.de/magazin/

Ich chatte gern…

… allerdings nur mit Leuten, die ich persönlich kenne. Aber eigentlich telefoniere ich lieber oder treffe mich gleich zum Pläuschchen bei Kaffee und Tee. Die Vorstellung, mich einer völlig unbekannten Person in einem virtuellen Raum zu offenbaren, reizt mich nicht.

Andere schon. Der 23-jährigen Melanie wurde die Freude am anonymisierten virtuellen Geplauder zum Verhängnis. Sie begegnete auf diesem Wege ihrem Mörder, der sich in einem Chatroom als 18-jährige „Sarah“ ausgab und sein ahnungsloses Opfer zum ersten Treffen in seine bzw. „Sarahs“ Wohnung einlud. Diesen Besuch sollte Melanie nicht überleben.

Es ist schon zum Verzweifeln. Reichen all unsere Bemühungen immer noch nicht aus,  um insbesondere Frauen und Mädchen darüber aufzuklären, dass sich hinter jedem virtuellen Akteur im Chat ein Jemand verbergen kann, der in Wirklichkeit gar nicht so nett ist, wie er (oder sie…) auf den ersten Klick erscheinen mag? Was müssen wir noch unternehmen, damit jedes potentielle Opfer nicht zu selbigem werden kann, weil  das Erlernen des kleinen 1×1 der Internetgefahren zum Stundenplan gehört wie Mathe, Deutsch und Weltkunde?

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag…

Margarethe von Trotta!

Die 1942 geborene Regisseurin und Schauspielerin schrieb unter anderem mit Werken wie „Rosa Luxemburg“, „Die bleierne Zeit“ und „Vision – aus dem Leben der Hildegard von Bingen“ Film- und Frauengeschichte. Eine kurze Biografie mit entsprechenden Filmografien gibt’s bei Dieter Wunderlich unter:

http://www.dieterwunderlich.de/Margarethe_Trotta.htm

Ein lesenswertes Interview in Zusammenhang mit „Vision“ gibt es hier:

http://www.evangelisch.de/themen/kultur/es-ist-unser-goettliches-recht-ueber-uns-selbst-zu-bestimmen

In der Entwicklung einer feministischen Medientheorie gehört sie für mich in die allererste Reihe…..

Diskriminierung von Frauen – eine Spurensuche

Das Institut für Friedenspädagogik stellt Unterrichtsmaterialien zum Themenbereich „Diskriminierung von Frauen und Mädchen“ zur Verfügung. Zum Thema Medien finden wir zahlreiche Fragestellungen wie:

  • In welchen Rollen kommen Frauen im Fernsehen vor?
  • Welcher Typ von Frau wird in den Medien als anstrebenswert vermittelt?
  • Werden Frauen eher als Opfer oder als Täter oder als beides dargestellt?
  • Welche Rolle spielen Frauen in den Medien im Zusammenhang mit Politik, welche im Zusammenhang mit Werbung?
  • Wie lässt sich die typische „Medienfrau“ beschreiben? (Alter, Aussehen, Eigenschaften usw.)
  • Welche Rollen spielen Sexualität und Sexualsymbole in den Medien. In welchem Zusammenhang tauchen sie auf?
  • Werden Frauen als eigenständige, gleichberechtigte Menschen dargestellt?
  • Wie sind Frauen in leitenden Positionen in den Medien vertreten?

Wer den ganzen Artikel lesen möchte, findet ihn hier:

http://www.friedenspaedagogik.de/service/unterrichtsmaterialien/menschenrechte/diskriminierung_von_frauen_eine_spurensuche

Netzangriff

Es gibt einen neuen Jugendkrimi zum Thema Computer- und Internetkriminalität:

http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/details/form/7/91.html

Die SWR-Produktion „Netzangriff“ aus der Reihe Krimi.de behandelt Mobbing im Internet, das so genannte Cybermobbing. Im Film wird deutlich, dass Cybermobbing nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch illegal ist, weil damit die Straftatbestände der Beleidigung, üblen Nachrede oder Verleumdung erfüllt sein können, mit entsprechenden strafrechtlichen Folgen. Dazu wurde eine Arbeitshilfe für den Einsatz der DVD im Schulunterricht erstellt. Diese liegt der DVD nicht bei und ist nur als Download verfügbar.

Im Vordergrund des Films steht die Geschichte von Klara Stolz, die durch eine Unachtsamkeit zur Zielscheibe ihrer Mitschüler wird. Klara ist neu am Gymnasium und fühlt sich noch unsicher und orientierungslos. Nachdem sie auf einer Party betrunken ihr Handy verliert, tauchen daraus in einer Internet-Community Fotos auf, die sie wie ein Model posierend nur in Unterwäsche zeigen – Fotos, die das Mädchen aus Spaß mit Freundinnen gemacht hatte. In der Community beginnt ein gnadenloses Mobbing gegen Klara. Schwer enttäuscht ist sie, als ihr Handy ausgerechnet bei Tim gefunden wird, den sie für einen guten Freund gehalten hatte. Während Tim versucht, seine Unschuld zu beweisen, entdeckt Klaras Vater, renommierter Rechtsmediziner und befreundet mit Tatort-Kommissar Thorsten Lannert, im Internet ein Video der Party im Jugendhaus. Klara ist verzweifelt – und setzt ihr Leben aufs Spiel.

Die wilde Frau

Bedarf es einer feministischen Medientheorie? Ich denke ja!
Und deren wichtigster Grundsatz sollte der Schutz von Mädchen und Frauen vor patriarchalen Übergriffen im virtuellen Raum sein.

Die feministische Kommunikationswissenschaft in der Tradition der Frauenforschung beschäftigt sich speziell mit der Ausklammerung der Frauen aus der Medienrealität, mit den Stereotypisierungen, die durch die Medien transportiert werden, mit patriarchalen Strukturen, die in den Medienorganisationen wirksam werden und mit den Arbeitsbedingungen der Frauen in dem Bereich der Medien.

Die gesellschaftliche Diskriminierung von Mädchen und Frauen setzt sich tagtäglich im virtuellen Raum fort. Das wäre ein weiterer Ansatz für Prävention.

„Die Werbung, die Medien, der Film, alle bieten sie den Körper der Frau als Ware an, die der Mann kaufen oder mit Gewalt nehmen kann. Mehr noch: Die ganze Welt des Konsums verführt via Sexualgewalt und Ware Frau. Man kauft nicht nur das Auto, man kauft den Frauenkörper dazu.“

Dacia Maraini

 

 

 

Proteine falten statt ballern

Der Biologe David Baker hat ein Computersimulationsspiel über Proteine im menschlichen Organismus entwickelt.  Wenn Computerspiele Menschen faszinieren und in ihren Bann ziehen, dann kann man dies auch für wissenschaftliche Forschungszwecke nutzen.  Angeblich ist das Spiel „Foldit“ spannender als „World of Warcraft“.

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2010/06/biologie-wissenschaft-computerspiel?page=1

Coole Idee eigentlich… Mir fallen gleich ein paar Kandidaten ein, die auch lieber tagelang vor WOW hocken, statt sich unterrichtstechnisch still vor sich hin zu langweilen.

Noch besser wäre natürlich ein PC-Spiel zur Prävention, à la  „Wie ballere ich Kalorien weg oder meine eigenen Aggressionen?“ 🙂

Mal drüber nachdenken….