Crystal Meth auf dem Vormarsch

Nach Ansicht zahlreicher Experten kommt die synthetische Billigdroge Crystal Meth in Deutschland verstärkt in Umlauf.
Crystal wird vorwiegend in Labors in Tschechien produziert und in grenznahen Gebieten verkauft.
Die Droge, die vorwiegend geschnupft wird und extrem schnell zur Abhängigkeit führt, löst Psychosen und Hirnschäden aus, da Nervenzellen großflächig abtötet werden. Weitere Folgeschäden sind Gedächtnisstörungen und Verfolgungswahn.
Mehr Infos bietet der Artikel „Der Seelenfresser“ auf Zeit Online.

„Alkohol? Mein Kind doch nicht!“: Elternabend zur Alkoholprävention

Sucht beginnt im Alltag – Prävention auch.

Eltern sind verantwortlich für die Erziehung ihrer Kinder. In ihrer Rolle als richtungsweisende Vorbilder, die auch Grenzen setzen müssen, fühlen sich Eltern jedoch häufig unsicher. Dies betrifft insbesondere auch den Umgang der heranwachsenden Kinder mit Alkohol.
Hier bietet ein Elternabend die Möglichkeit, Informationen zum Thema „Jugendliche und Alkohol“ zu erhalten und sich mit Expertinnen, Experten und anderen Eltern austauschen zu können.

Dienstag, den 21. August 2012
19:30 Uhr – 22:00 Uhr
Schulforum Bargteheide, Am Markt 2a, 22941 Bargteheide

Referentinnen und Referenten:

• Petra Linzbach (Jugendschutzbeauftragte des Kreises Stormarn): „Das Präventionskonzept des Kreises Stormarn“
• Ute Sauerwein-Weber (Stadt Bargteheide – Jugendbildungsreferentin): „JiM – Jugendschutz im Mittelpunkt: die Bargteheider Vereinbarung und JiMs Bar“
• Paul Binet (Diplom-Psychologe, Beratungszentrum Südstormarn): „Schulische Angebote zur Alkoholprävention, das HaLT-Projekt, Drug Scouts an Bargteheider Schulen“
• Hinnerk Frahm (Koordinationsstelle Schulische Suchtvorbeugung): „Was können Eltern vorbeugend tun?“ „Wie verhalte ich mich, wenn mein Kind Alkohol konsumiert hat?“

Die Kosten des Abends trägt die Jugendschutzbeauftragte des Kreises Stormarn. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten bei Ute Sauerwein-Weber, Stadt Bargteheide, Jugendbildungsreferentin; Telefon: 04532 / 2843960; E-Mail: ute.sauerwein@jat-bargteheide.de

Nein, meine Suppe ess ich nicht!

Magersucht – jedes 3. Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren ist betroffen oder bewegt sich laut Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts „im kritischen Gewichtsbereich“. Corinna Jacobi, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der TU Dresden, hat ein Interventionsprogramm für Eltern entwickelt und erzielte dabei ein beachtenswertes Begleitergebnis: zahlreiche Eltern, deren Töchter am Beginn einer Magersucht stehen, erkennen die drohende Gefahr nicht oder verharmlosen Essverhalten und Körperbild der Tochter als altersgemäße Entwicklungsstufe. Viele Eltern sind eher stolz auf die perfekte Tochter mit der perfekten Figur als sich Sorgen zu machen. Dabei erhält insbesondere die Familie eine oft ausschlaggebende Bedeutung in der Prävention und Behandlung einer Magersucht.
Weitere Infos zur Thematik und der Rolle der Eltern im therapeutischen Prozess bietet die Seite
E@T – Eltern als Therapeuten .
Mehr zum Thema sowie ein Fallbeispiel zeigt der Artikel „Das verwächst sich schon wieder!“, erschienen in der „Zeit“.
Prof. Jacobi ist Leiterin der Ambulanz und Tagesklinik für Essstörungen an der Technischen Universität Dresden.

JiMs Bar – die Zweite….

Kleine Korrektur:

JiMs Bar, unsere alkoholfreie Cocktailbar, steht heute (Sonntag, den 29.05.2011) von 12 Uhr bis 21 Uhr in Bargteheide auf der Rathausstraße direkt vor Kloppenburg!

JiMs Bar auf dem Bargteheider Stadtfest

JiMs Bar, die alkoholfreie Alternative für alle, die gern Cocktails trinken, ist am Wochenende auf dem Stadtfest in Bargteheide vertreten.
Ihr findet uns am Samstag, den 28.05.2011 von 12:00 Uhr bis 22:00 Uhr und am Sonntag, den 29.05.2011 von 12:00 Uhr bis 21:00 Uhr auf dem Utspann-Parkplatz in Bargteheide.
JiMs Bar ist Bestandteil des Projekts „Jugendschutz im Mittelpunkt“. Fundiert ausgebildete jugendliche Barkeeperinnen und Barkeeper servieren im Peer-to-Peer-Ansatz auf einem speziell dazu aufbereiteten Barwagen alkoholfreie Cocktails bei Stadt- und Gemeindefesten, Schützenfesten, verkaufsoffenen Sonntagen und sonstigen öffentlichen Veranstaltungen.

Also: nix wie hin!!!!

Luft zum Frühstück

Ferien – endlich mal Zeit, in Ruhe lesen zu können …..
Das Buch „Luft zum Frühstück – ein Mädchen hat Magersucht“ von Jana Frey hat mich eine Nacht meines Lebens gekostet. Es ist so fesselnd und authentisch geschrieben, dass ich es nicht beiseitelegen konnte, bevor ich auf der letzten Seite angekommen war. Vieles erinnerte mich an die Leidensgeschichten von betroffenen Mädchen aus meinem beruflichen Alltag. Und für sie wurde dieses Buch auch primär geschrieben.

Serafina leidet unter ihrer Figur und unter den Hänseleien ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. Sie beginnt mit einer Diät, über deren Verlauf sie schon bald die Kontrolle verliert. Familie und Freundinnen / Freunde sind rat- und hilflos. Die Leserin jedoch entwickelt durch den konsequent an der Protagonistin orientierten Erzählstrang schon bald eine Vorstellung von Ausmaß und Reichweite einer Körperschemastörung mit manifesten Problemen der Selbstwahrnehmung. Ob es Serafina gelingt, dem Kreislauf aus Hunger, Scham und Schuldgefühlen entkommen zu können?

„Luft zum Frühstück“ ist im Loewe-Verlag erschienen.

JiMs Bar

JiMs Bar, das Projekt zur Alkoholprävention bei Jugendlichen, wurde in Schleswig-Holstein im Jahr 2005 zuerst im Kreis Pinneberg eingeführt. Eine tolle Präsentation des Pinneberger Projekts gibt es hier:

JiMs Bar: Schüttel den Drink!

Am Samstag, den 26. März 2011 ist es wieder einmal soweit – es startet eine neue Ausbildung von Barkeeperinnen und Barkeepern für „JiMs Bar“.
„JiMs Bar“ ist ein Projekt zur Alkoholprävention. Jugendliche ab 15 Jahren lernen während eines eintägigen Basisseminars alles, was man rund ums Shaken wissen muss. Als Shake-Profis werden sie dann auf Stadtfesten, verkaufsoffenen Sonntagen, Schulfesten usw. auf unserem High-Tech-Barwagen aktiv, um jugendlichen Konsumenten eine preiswerte Alternative zum hochprozentigen Besäufnis zu bieten, die auch noch schmeckt.
Ziel des ganzen Spektakels ist die zeitliche Hinauszögerung des Einstiegsalters in den jugendlichen Alkoholkonsum, welches zur Zeit im bundesweiten Durchschnitt bei 12 Jahren liegt. Bisschen früh, oder?

Wer weitere Infos sucht oder sich sogar noch anmelden möchte, der wird hier fündig!

Rote Linien – SVV

Wenn Kinder oder Jugendliche sich selbst verletzen, ist das für Familie und Freunde häufig wie ein Bruch quer durch ihre Lebensrealität, gepaart mit Verzweiflung, Wut und Unverständnis.

Rote Linien ist ein Informations- und Kontaktforum für Angehörige und Freunde von Menschen mit selbstverletzendem Verhalten.

Neben allgemeinen Informationen über SVV bietet die Seite verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation, z. B. Forum, Chat und Mailingliste. Betroffene finden ebenfalls Möglichkeiten und Wege professioneller Beratung und Therapie.

Selbstverletzendes Verhalten führt Angehörige und Freunde in der Regel an die Grenzen der persönlichen Belastbarkeit. Insbesondere das gemeinsame Gespräch und der Erfahrungsaustausch von Angehörigen und Betroffenen sind wichtig, um einander verstehen zu lernen und konstruktive Wege aus der Krise finden zu können.

Schulsozialarbeit

Seit über 10 Jahren arbeite ist als Schulsozialpädagogin. Oder als Schulsozialarbeiterin? Im sozialpädagogischen Dienst einer Schule? Egal wie wir das Kind benennen: Schulsozialarbeit, wenn sie denn richtig interpretiert und gelebt und nicht als Lückenbüßerin für zahlreiche schulische Aufgaben wie z. B. die Organisation des schulischen Ganztags oder das Bespielen chronischer Unterrichtsstörer missbraucht wird, nimmt einen zentralen und richtungsweisenden Stellenwert in allen Bereichen schulischer Prävention ein.

Oberste Priorität hat (und sollte immer haben, egal wohin die Reise geht) die Beratung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften. Krisen- und Konfliktmanagement, Soziales Lernen im Rahmen sozialer Gruppenarbeit, Sucht- und Gewaltprävention, Mitwirkung in schulischen Gremien – all dies sind weitere Schlagworte unseres Einsatzbereiches.

Der Landesrechnungshof des Landes Schleswig-Holstein gab im Jahr 2010 eine Empfehlung heraus, alle Schulen des Landes mit Schulsozialarbeit auszustatten.  Der Personalschlüssel sah eine Versorgung von jeweils 500 Schülerinnen und Schülern mit einer Vollzeitstelle vor. Von diesem Luxus sind wir natürlich Lichtjahre entfernt, aber Zukunftsmusik ist auch Musik.

Tatsache ist: Schule wird den gestiegenen Anforderungen durch veränderte gesellschaftliche Entwicklungen und Bedingungen mit dem vorhandenen Personalkontingent chronisch überforderter Lehrkräfte auf Dauer nicht gerecht werden können. Ohne multiprofessionell ausgerichtete Konzepte und den Einsatz außerschulischer Experten dürfte die Verwirklichung des Bildes der „Schule als Lern- und Lebensraum“ noch lange auf sich warten lassen. Die Schulsozialarbeit dürfte in diesem Zusammenhang eine zentrale Schlüsselfunktion einnehmen.

Wer sich intensiver über Grundlagen und Konzepte von Schulsozialarbeit informieren möchte, dem empfehle ich den  Internetauftritt des Landesprogramms Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt:

Schulsozialarbeit