Ich chatte gern…

… allerdings nur mit Leuten, die ich persönlich kenne. Aber eigentlich telefoniere ich lieber oder treffe mich gleich zum Pläuschchen bei Kaffee und Tee. Die Vorstellung, mich einer völlig unbekannten Person in einem virtuellen Raum zu offenbaren, reizt mich nicht.

Andere schon. Der 23-jährigen Melanie wurde die Freude am anonymisierten virtuellen Geplauder zum Verhängnis. Sie begegnete auf diesem Wege ihrem Mörder, der sich in einem Chatroom als 18-jährige „Sarah“ ausgab und sein ahnungsloses Opfer zum ersten Treffen in seine bzw. „Sarahs“ Wohnung einlud. Diesen Besuch sollte Melanie nicht überleben.

Es ist schon zum Verzweifeln. Reichen all unsere Bemühungen immer noch nicht aus,  um insbesondere Frauen und Mädchen darüber aufzuklären, dass sich hinter jedem virtuellen Akteur im Chat ein Jemand verbergen kann, der in Wirklichkeit gar nicht so nett ist, wie er (oder sie…) auf den ersten Klick erscheinen mag? Was müssen wir noch unternehmen, damit jedes potentielle Opfer nicht zu selbigem werden kann, weil  das Erlernen des kleinen 1×1 der Internetgefahren zum Stundenplan gehört wie Mathe, Deutsch und Weltkunde?

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Safer Chat mit Bastian Schweinsteiger

Chatten bringt Spaß – meistens zumindest.  Mehr und mehr auch Kindern – worüber sich natürlich grundsätzlich diskutieren lässt.  Tatsache ist: sie tun’s und sind dabei häufig ganz schön unbedarft. Vielen Kindern sind die Tücken und Gefahren, welche im Chat auf sie lauern, nicht bewusst. Auch der erhobene Zeigefinger der Erwachsenen wirkt nur bedingt bis überhaupt nicht.

Aber vielleicht hilft ja ein Spot mit Sebastian Schweinsteiger:

http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/details/form/7/84.html

Nicht schlecht, finde ich….