1. Weltmädchentag in Bargteheide

Am 11. Oktober 2012 findet weltweit der 1. UN – Mädchentag statt.
Es gibt den Welt-Kindertag, es gibt den Welt-Frauentag und eine Vielzahl anderer internationaler Gedenk- und Aktionstage – wozu brauchen wir einen eigenen Mädchentag? Die Antwort ist simpel: Weil die Welt bislang die Herausforderungen, mit denen Mädchen, vor allem in Entwicklungsländern, konfrontiert sind, zu wenig beachtete. Die Einrichtung des 11. Oktober als weltweiter Aktionstag ist ein enormer Erfolg auf dem Wege zur Gleichberechtigung und macht auf internationaler Ebene auf Mädchen aufmerksam: auf ihre spezifischen Bedürfnisse, auf die Probleme, die sie haben und darauf, dass Mädchen häufiger von Armut betroffen sind als Jungs.

In Bargteheide wollen wir an diesem 1. Weltmädchentag den Blick auf Bargteheider Mädchen richten, für die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht selbstverständlich ist. Es fehlt ihren Familien am nötigen Geld, um ihnen die Teilnahme im Sportverein, am Ballett-, Musik- oder Theaterunterricht oder an einem Zeltlager zu ermöglichen. Hier sind gesellschaftliches Engagement und der Blick auf das Gemeinwesen gefragt: gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund, in Bargteheide engagiert vertreten durch das Kinderhaus Blauer Elefant, wollen wir, die Gleichstellungsbeauftragte und die Jugendbildungsreferentin der Stadt Bargteheide, Patenschaften für Mädchen organisieren, denen ohne eine solche Unterstützung der Weg zu einer aktiven, gemeinschaftlich organisierten Freizeitgestaltung verwehrt bliebe.

Alle Bürgerinnen und Bürger, die ein Mädchen über einen gewissen Zeitraum finanziell unterstützen möchten, haben die Möglichkeit, diesen Entschluss im Rahmen einer anonymen Patenschaft in die Tat umzusetzen. Dies kann eine Privatperson sein, eine Firma oder auch ein Verein. Wie lange die jeweilige Patenschaft bestehen bleibt, entscheiden die Paten selbst. Ein- bis zweimal pro Jahr erfolgt eine Rückmeldung über das Patenkind in anonymisierter Form.

Unser Ziel ist, bis zum 11. Oktober mindestens 5 Patenschaften für Mädchen zu sichern. Wir suchen engagierte Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, die Verantwortung für eine solche Patenschaft zu übernehmen. Die mit einer solchen besonderen Förderung verbundenen Kosten sind gemessen an der Freude, die mit dieser Unterstützung verbunden ist, vergleichsweise gering:

Eine volle Patenschaft kostet 30,- Euro pro Monat
Eine halbe Patenschaft kostet 15,- Euro pro Monat
Eine viertel Patenschaft kostet 7,50 Euro pro Monat

Am 11. Oktober wird das Engagement der potentiellen Patinnen und Paten durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit gewürdigt. Und mindestens einem Mädchen aus Bargteheide wird ein Herzenswunsch erfüllt werden.

Für Rückfragen und Patenschaftsanmeldungen stehen wir Ihnen sehr gern zur Verfügung und bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung.

Ute Sauerwein-Weber
Stadt Bargteheide
Jugendbildungsreferentin
Rathausstraße 24 – 26
22941 Bargteheide
Telefon: 04532-2843960
Mail: ute.sauerwein@jat-bargteheide.de

Gabriele Abel
Stadt Bargteheide
Gleichstellungsbeauftragte
Rathausstraße 24 – 26
22941 Bargteheide
Telefon: 04532-4047 903
Mail: abel@bargteheide.de

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1. Internationaler Weltmädchentag

Am 11. Oktober 2012 findet der 1. internationale Weltmädchentag statt, nachdem die Vereinten Nationen diesen Tag zum ‚International Day of the Girl Child‘ ernannt haben!
Mädchen sind stark und können zu den „Motoren“ ihrer Gesellschaft werden – wenn sie ihre Rechte wahrnehmen können.
Doch dafür brauchen Mädchen und ihre Bedürfnisse besondere Aufmerksamkeit.
Der weltweite Aktionstag macht auf internationaler Ebene auf Mädchen aufmerksam. Auf ihre Bedürfnisse, auf die Probleme, die sie haben und darauf, dass Mädchen die gleichen Rechte und Chancen erhalten sollen wie Jungen.
Zu den Höhepunkten in Deutschland gehören unter anderem eine zentrale Veranstaltung von Plan Deutschland zum Welt-Mädchentag, die dieses Jahr im Berliner Sony-Center am Potsdamer Platz statt findet. Plan feiert mit prominenten Künstlern und Fürsprechern, Schülern und Paten den ersten Welt-Mädchentag ganz in Pink. Um 11:45 Uhr beginnt das Bühnenprogramm mit Schauspielerin Amber Bongard und Beatboxer ROBEAT. Dazu bereitet Plan interessante Videos, Infostände und spannende Mitmach-Aktionen vor.
Um 15:00 Uhr wird in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt im Lichthof des Ministeriums der Because I am a Girl-Bericht vorgestellt, der sich 2012 dem Thema „Learning for Life – Für’s Leben lernen“ widmet.
Von 18.00 Uhr bis 24.00 Uhr fällt dann zum krönenden Abschluss die Blaue Stunde des Sony Centers an diesem Tag pink aus. Das Dach des Sony-Centers erstrahlt in Pink – parallel zum Riesenrad „London Eye“, dem Europa-Parlament in Brüssel, dem CN-Tower in Toronto und dem Empire State Buildung in New York. Dies soll ein deutliches Zeichen für die Stärkung von Mädchen sein. Denn zeitgleich startet Plan in New York den internationalen Because I am a Girl-Event – erwartet wird dort unter anderem UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

(Quellen: http://www.biaag.de/informier-dich/aktuelles/welt-maedchentag/ und http://www.plan-deutschland.de/news/article/der-countdown-zum-1-weltmaedchentag-laeuft/)

Fachtag „Jungenarbeit in Bargteheide“ am 27.10.2012

Am 27.10.2012 findet in Bargteheide von 09:30 Uhr bis 16:00 Uhr der 1. Fachtag zum Thema „Jungenarbeit in Bargteheide“ statt.
Im Kontext immer komplexer werdender gesellschaftlicher Anforderungen in Familie, Schule und Beruf stehen Jungen in ihrer Kompetenzentwicklung vor zahlreichen Herausforderungen, um ihre individuellen Stärken gezielt nutzen zu können.
Ziel dieses Fachtags ist die Entwicklung eines Konzepts für individuelle, wertschätzende und ressourcenorientierte Angebote für Jungen in Bargteheide auf der Basis einer kontextbezo-genen Bedarfserhebung.
Auf diese Weise setzen wir den Startpunkt für die Entwicklung einer neuen Qualität von Jun-genarbeit, die kognitive, soziale und emotionale Kompetenzen stärkt und zu einer positiven Identitätsentwicklung beiträgt.
Jungenarbeit stellt dabei ein wesentliches Qualitätsmerkmal der geschlechterbezogenen
Kinder- und Jugendarbeit dar, welche die gesellschaftliche Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit im Blick hat. Jungenarbeit in Bargteheide durch Bargteheiderinnen und Bargteheider bedeutet: Verantwortung übernehmen, Potenziale fördern und Stärken ausbauen!
Der Fachtag ist als Impulsveranstaltung gedacht und richtet sich an Eltern, Lehrkräfte, Päda-goginnen und Pädagogen sowie an alle Menschen, die Interesse an der Entwicklung eines Konzepts innovativer Jungenarbeit in Bargteheide haben und daran mitwirken und teilhaben möchten.
Nach zwei Impulsvorträgen durch Herrn Dr. Krebs (Diplom-Psychologe, Supervisor und Ex-perte im Bereich „Jungenarbeit“) und Jan Heitmann („Jungenarbeit Hamburg e. V.) werden wir das Thema „Was brauchen wir, um den Jungen gerecht zu werden?“ aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Hier kommen Kindergarten, Schule, professionelle Jugendarbeit und Eltern zu Wort. Und natürlich die Jungen selbst. Auch kommunale Aspekte werden berücksichtigt. Für die 8 verschiedenen Workshops stehen uns als Leiter/innen kompetente Referentinnen und Referenten aus der Praxis zur Verfügung. Eine Tagungsmoderation stellt sicher, dass alle Arbeitsergebnisse gesammelt und gesichert werden. Die Talk-Runde mit lokalen Politikerinnen und Politikern, Expertinnen und Experten rundet den Fachtag ab.
Wir laden alle Interessierten sehr herzlich ein, sich an diesem innovativen Projekt aktiv zu beteiligen und es zu nutzen – zahlreiche Sichtweisen, Erfahrungen und Ideen sind gefragt.
Wir freuen uns sehr, sowohl Bargteheiderinnen und Bargteheider als auch auswärtige inter-essierte Menschen anlässlich unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen und freuen uns auf viele kreative Ideen, Beiträge und Anregungen.
Der Fachtag findet am Samstag, den 27.10.2012 von 09:30 Uhr bis 16:00 Uhr im Bildungs-zentrum Malepartus statt. Anmeldungen sind bis zum 30.09.2012 unter http://www.vhs-bargteheide.de oder unter 04532/285213 möglich.

Alle weiteren Infos zu den Vorträgen, Workshops und zur Anmeldung gibt es auf unserem Flyer:

Jungenarbeit in Bargteheide

Grüße aus dem Nähkästchen oder: sind wir nicht alle ein bisschen gender?

Habe einen interessanten Artikel zum Thema „Gender-Pädagogik: Cowboy mit pinkfarbenem Turnschuh“ in der „Zeit“ entdeckt. Muss in diesem Zusammenhang wieder an die Zeiten denken, in denen ich mich in schöner Regelmäßigkeit darüber aufgeregt habe, dass meine Töchter, 4 an der Zahl, in ihren jeweiligen Klassen als „Human-Ritalin für Jungs“ benutzt und zwecks Beruhigung neben selbige gesetzt wurden.
Ich selbst war ja auf einem katholischen Mädchengymnasium. Da brauchten wir irgendwie kein Gender. Wir hatten alle unsere Stärken – Schwächen natürlich auch. Viele sehr gute Schülerinnen in Mathe, Physik, Chemie – ganz ohne Förderunterricht. Es haben auch nicht alle Mädchen automatisch wie die Wilden gelesen. Da waren durchaus auch einige „Hardcore-Fernseherinnen“ dabei. Wir hatten auch nicht konsequenterweise alle einen Knall und saßen „männerkontaktgestört“ in den psychiatrischen Praxen Kölns herum. Übrigens auch nicht aus anderen Gründen – nämlich weil wir vielleicht gemobbt wurden. Die diesbezügliche Quote fiel erstaunlich mager aus. Mager – noch so ein mädchenspezifisches Codewort der Neuzeit. Irgendwie kann ich mich an keine essgestörte Mitlernende erinnern…. (Nein, es war nicht das goldene Zeitalter der Alles-Verklärung und ich werde auch nicht senil. Da war zum Beispiel als kleines Negativ-Beispiel eine Französischlehrerin dabei, die mich mit ihrer konsequenten Bosheit dreimal wöchentlich fast in den Wahnsinn trieb…)
Was wir aber hatten, waren einige lebensprägende Vorbilder (oder besser Vorbilderinnen, denn es waren allesamt Frauen), die uns gezeigt haben, dass Mathe ein spannendes Abenteuer und man sowohl eine naturwissenschaftliche Koryphäe als auch eine aufregende Frau sein kann. Und das auch noch ohne Geschlechtertalentzuweisungsfalle im Kopf.
Wir alle sind unseren Weg gegangen – mehr oder weniger spektakulär. Irgendwie normal halt. Die wenigsten von uns jedoch landeten im Reich der 3 großen K (Kinder, Küche, Kirche). Und genau das ist der springende Punkt. Wir alle stehen heute irgendwo unsere Frau und entsprechen nicht unbedingt dem gängigen Klischee der Mutter, die wehmütig-depressiv dem Auszug der Küken entgegen sieht und die Jahre bis zum ersten Enkelkind zählt, um endlich wieder gebraucht zu werden. Auch im Niedriglohnsektor der geringfügig Beschäftigten sind wir eher selten anzutreffen. Wir haben unsere Chancen erkannt und genutzt!
Und aus all diesen Gründen hätte ich mir für meine Töchter die Möglichkeit einer Mädchenschule gewünscht. Darüber dass es diese Chance aus Gründen fehlender Mädchenschulen nicht gab, konnten mich auch Kisten voller Legosteine sowie zahlreiche kindgerechte Werkzeug- und Stabilbaukästen und Carrera-Bahnen nicht hinweg trösten.
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. „Tempora mutantur et nos mutamur in illis“ (Für Nicht-Lateinerinnen: „Die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen“) Vielleicht erlebt ja die ein oder andere unserer Kindeskinderinnen im Laufe ihrer Schulzeit das Vergnügen, einmal genüsslich aus der Rolle fallen zu dürfen. So wie die Schülerinnen der Mädchenschule Kloster Wald.