Für wilde Frauen: das Missy Magazine!

Wieso gibt es in Deutschland kein Magazin, das die Berichterstattung über Popkultur, Politik und Style mit einer feministischen Haltung verbindet? Weil es bisher noch niemand gemacht hat? Das stimmt nicht ganz….

Missy ist ein Magazin für Frauen, die sich für Popkultur, Politik und Style interessieren – für Frauen wie uns halt. Missy berichtet von herausragenden Künstlerinnen, die Musik machen, Filme drehen, fotografieren. Aktivistinnen, die die Welt retten oder auf andere Arten bemerkenswert sind. Crafting und Kochen sind für uns ebenso Themen wie queere Pornografie oder Organisationen, die sich für sichere Abtreibungen einsetzen. Wir wollen ehrlich über Sex zu reden – über hetero- und homosexuellen, heißen, langweiligen oder auch nicht vorhandenen. Wir zeigen Klamotten an und für Frauen, die nicht immer schlank, blond und perfekt enthaart sind. Wir lassen DJs, Sprayerinnen, Rechtsanwältinnen und Skaterinnen erklären, wie man in ihren jeweiligen Feldern glänzen kann.

Missy gibt’s am Kiosk und im www unter http://missy-magazine.de/magazin/

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Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag…

Margarethe von Trotta!

Die 1942 geborene Regisseurin und Schauspielerin schrieb unter anderem mit Werken wie „Rosa Luxemburg“, „Die bleierne Zeit“ und „Vision – aus dem Leben der Hildegard von Bingen“ Film- und Frauengeschichte. Eine kurze Biografie mit entsprechenden Filmografien gibt’s bei Dieter Wunderlich unter:

http://www.dieterwunderlich.de/Margarethe_Trotta.htm

Ein lesenswertes Interview in Zusammenhang mit „Vision“ gibt es hier:

http://www.evangelisch.de/themen/kultur/es-ist-unser-goettliches-recht-ueber-uns-selbst-zu-bestimmen

In der Entwicklung einer feministischen Medientheorie gehört sie für mich in die allererste Reihe…..

Die wilde Frau

Bedarf es einer feministischen Medientheorie? Ich denke ja!
Und deren wichtigster Grundsatz sollte der Schutz von Mädchen und Frauen vor patriarchalen Übergriffen im virtuellen Raum sein.

Die feministische Kommunikationswissenschaft in der Tradition der Frauenforschung beschäftigt sich speziell mit der Ausklammerung der Frauen aus der Medienrealität, mit den Stereotypisierungen, die durch die Medien transportiert werden, mit patriarchalen Strukturen, die in den Medienorganisationen wirksam werden und mit den Arbeitsbedingungen der Frauen in dem Bereich der Medien.

Die gesellschaftliche Diskriminierung von Mädchen und Frauen setzt sich tagtäglich im virtuellen Raum fort. Das wäre ein weiterer Ansatz für Prävention.

„Die Werbung, die Medien, der Film, alle bieten sie den Körper der Frau als Ware an, die der Mann kaufen oder mit Gewalt nehmen kann. Mehr noch: Die ganze Welt des Konsums verführt via Sexualgewalt und Ware Frau. Man kauft nicht nur das Auto, man kauft den Frauenkörper dazu.“

Dacia Maraini