24. März 2013: Welt-Tuberkulosetag

Heute ist Welt-Tuberkulosetag. Die Gefahr dieser heimtückischen Krankheit ist noch lange nicht gebannt – dies belegen die jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts Berlin: Pressemitteilung RKI Berlin
Grundlegende Infos zu Tuberkulose sowie Möglichkeiten der Prävention bzw. Hilfen im Falle einer Erkrankung gibt es auf der Seite Tuberkulose-Ratgeber.de.

Von Geduldsfäden, Anti-Wut-Fliegern und Traumbildern

Starke Emotionen wie Wut und Aggression sind ein fester und notwendiger Bestandteil unseres Alltags.
Wir alle mussten und müssen im Laufe unseres Lebens lernen, konstruktiv mit diesen Gefühlen umzugehen.
Als Schulsozialpädagogin arbeite ich gern mit Kleingruppen im Bereich der sozialen Gruppenarbeit.
Das Buch „Spiele zum Umgang mit Aggressionen“ von Rosemarie Portmann bietet zahlreiche praxistaugliche Übungen und Interaktionsspiele zum spielpädagogischen Ausprobieren und Einüben alternativer Verhaltensweisen mit Kindern und Jugendlichen.
Die Leitthemen:

  • Aggressive Gefühle wahrnehmen und ausdrücken
  • Auslöser für Wut und Aggression erkennen
  • Sich selbst und andere besser verstehen
  • Wut und Aggression beherrschen und abbauen
  • Ich-Stärke und Selbstwertgefühl aufbauen
  • Nicht-aggressive Beziehungen aufnehmen
  • Konflikte friedlich lösen
  • Rosemarie Portmann ist Diplom-Psychologin und langjährige Mitarbeiterin des schulpsychologischen Dienstes am staatlichen Schulamt in Wiesbaden. Ihr Buch „Spiele zum Umgang mit Aggressionen“ ist im Don Bosco Verlag erschienen.
    ISBN: 978-3-7698-0796-7

    Luft zum Frühstück

    Ferien – endlich mal Zeit, in Ruhe lesen zu können …..
    Das Buch „Luft zum Frühstück – ein Mädchen hat Magersucht“ von Jana Frey hat mich eine Nacht meines Lebens gekostet. Es ist so fesselnd und authentisch geschrieben, dass ich es nicht beiseitelegen konnte, bevor ich auf der letzten Seite angekommen war. Vieles erinnerte mich an die Leidensgeschichten von betroffenen Mädchen aus meinem beruflichen Alltag. Und für sie wurde dieses Buch auch primär geschrieben.

    Serafina leidet unter ihrer Figur und unter den Hänseleien ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. Sie beginnt mit einer Diät, über deren Verlauf sie schon bald die Kontrolle verliert. Familie und Freundinnen / Freunde sind rat- und hilflos. Die Leserin jedoch entwickelt durch den konsequent an der Protagonistin orientierten Erzählstrang schon bald eine Vorstellung von Ausmaß und Reichweite einer Körperschemastörung mit manifesten Problemen der Selbstwahrnehmung. Ob es Serafina gelingt, dem Kreislauf aus Hunger, Scham und Schuldgefühlen entkommen zu können?

    „Luft zum Frühstück“ ist im Loewe-Verlag erschienen.

    Rausgemobbt 2.0

    Schule – Gesellschaft – Mobbing – Cyber-Mobbing: all das gehört heute leider untrennbar zusammen.
    Eine Alternative zu Gewaltpräventionstagen und -wochen in Schule und Unterricht können kreative Aktionen in den Bereichen Kunst, Musik und Theaterpädagogik sein.

    „Rausgemobbt 2.0“ ist ein Theaterstück von „Comic on! – Theaterproduktion Köln“ zum Thema „Cyber-Mobbing“ für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren.

    „Kinder und Jugendliche sind heute vernetzt und ständig im Internet präsent (SchülerVZ, Facebook, ICQ etc.).dabei hat sich eine neue Form „anonymer“ Gewalt, das CYBER-MOBBING, entwickelt. In einer kurzweiligen Inszenierung mit cooler Musik bringt „R@USGEMOBBT 2.0“ die unterschiedlichen Beweggründe zu CYBER-MOBBING auf den Punkt und zu den Zuschauern.“

    Den Link zu weiteren Infos gibt es hier.

    Rote Linien – SVV

    Wenn Kinder oder Jugendliche sich selbst verletzen, ist das für Familie und Freunde häufig wie ein Bruch quer durch ihre Lebensrealität, gepaart mit Verzweiflung, Wut und Unverständnis.

    Rote Linien ist ein Informations- und Kontaktforum für Angehörige und Freunde von Menschen mit selbstverletzendem Verhalten.

    Neben allgemeinen Informationen über SVV bietet die Seite verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation, z. B. Forum, Chat und Mailingliste. Betroffene finden ebenfalls Möglichkeiten und Wege professioneller Beratung und Therapie.

    Selbstverletzendes Verhalten führt Angehörige und Freunde in der Regel an die Grenzen der persönlichen Belastbarkeit. Insbesondere das gemeinsame Gespräch und der Erfahrungsaustausch von Angehörigen und Betroffenen sind wichtig, um einander verstehen zu lernen und konstruktive Wege aus der Krise finden zu können.

    LizzyNet

    LizzyNet ist DIE Informations-, Kommunikations- und Lernplattform für Mädchen und junge Frauen ab 12 Jahren. Den Nutzerinnen der Website stehen Informationen, kommunikative Werkzeuge (E-Mail, Forum, Chat, Homepage-Baukasten etc.) und interaktive Lernangebote zur Verfügung. Diese können sich die Mädchen ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend selbstbestimmt und eigenständig in ihrem individuellen Lerntempo erschließen.

    Kreativ sein, sich aktiv einbringen, mit anderen austauschen, sein Wissen erweitern und Neues ausprobieren – das ist die Devise von LizzyNet! Unterstützt werden sie dabei von erfahrenen Nutzerinnen – den LizzyScouts – und der LizzyNet-Redaktion. LizzyNet ist kostenfrei und wird medienpädagogisch und redaktionell betreut.

    Mädchen fit machen für den Umgang mit dem Internet bedeutet auch durch klare Regeln und Tipps Verhaltensweisen für die sichere Internetnutzung zu erlernen. In der Community wird außerdem darauf geachtet, dass die Mädchen tatsächlich unter sich sind: Die Anmeldung auf LizzyNet ist ausschließlich den Mädchen vorbehalten!

    http://www.lizzynet.de

    „Mein Körper gehört mir!“: Echt stark – der Film!

    „PETZE“ heißt ein Institut für Gewaltprävention in Kiel, welches unter anderem die interaktive Ausstellung „Echt stark“ zur Prävention von sexueller Gewalt konzipiert hat.

    Ein Mitmach-Parcours setzt ein erlebnisorientiertes Konzept zur Prävention um. Er bietet Mädchen und Jungen die Möglichkeit, sich an sechs Mut-mach-Stationen mit den einzelnen Präventionsbausteinen zu beschäftigen. Dies geschieht nicht nur auf kognitiver, sondern auch auf emotionaler Ebene. Gefühle, gute und schlechte Geheimnisse oder auch das eigene Befinden sind u.a. Themen, mit welchen sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen dieser Ausstellung auseinandersetzen können.

    „Gleich siehst du das Wichtigste auf der Welt“ lesen wir auf einem kleinen Kästchen, bevor wir es voller Erwartung öffnen, um dann in einen Spiegel zu blicken.

    „Prävention ist eine Erziehungshaltung, die in den ganz normalen Unterricht hinein gehört.“

    Alle wichtigen Infos zu „Petze“ und der interaktiven Ausstellung „Echt stark“ bietet eine Doku, die man sich unter folgendem Link ansehen kann:

    http://www.petze-kiel.de/echt_stark_der_film.htm

    Proteine falten statt ballern

    Der Biologe David Baker hat ein Computersimulationsspiel über Proteine im menschlichen Organismus entwickelt.  Wenn Computerspiele Menschen faszinieren und in ihren Bann ziehen, dann kann man dies auch für wissenschaftliche Forschungszwecke nutzen.  Angeblich ist das Spiel „Foldit“ spannender als „World of Warcraft“.

    http://www.zeit.de/zeit-wissen/2010/06/biologie-wissenschaft-computerspiel?page=1

    Coole Idee eigentlich… Mir fallen gleich ein paar Kandidaten ein, die auch lieber tagelang vor WOW hocken, statt sich unterrichtstechnisch still vor sich hin zu langweilen.

    Noch besser wäre natürlich ein PC-Spiel zur Prävention, à la  „Wie ballere ich Kalorien weg oder meine eigenen Aggressionen?“ 🙂

    Mal drüber nachdenken….

    Rechtsextreme Einstellungen verfestigen sich

    In Deutschland sind auch in der Mitte der Gesellschaft rassistische Einstellungen zu verzeichnen. Das ergibt eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Ein Drittel der Befragten stimmt der Aussage zu, “die Ausländer kommen nur hierher, um unseren Sozialstaat auszunutzen”. (Quelle: Zeit online)

    Die seit dem Jahr 2002 erstellte Studie bestätigt auf 176 Seiten eine traurige Tendenz. Herr Sarrazin scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein und schreibt dem Zeitgeist aus der Seele. 2411 Personen aus allen gesellschaftlichen Gruppierungen und Schichten wurden sowohl im Rahmen einer Feldstudie als auch in quantitativen Interviews befragt. Das Ergebnis ist erschreckend: so stimmten 23,6 Prozent aller Befragten der Aussage zu, “was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei, die die Volksgemeinschaft  insgesamt verkörpert”.  Auch zum Bereich „Sozialdarwinismus“ liefert die Studie aussagekräftige Ergebnisse. So beantworteten 17,9 % der Befragten die Aussage „Wie in der Natur sollte sich in der Gesellschaft immer der Stärkere durchsetzen“ mit „trifft zu“.

    Die Ergebnisse der Studie „Die Mitte in der Krise – Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010“ stehen zum Download zur Verfügung:

    http://www.tagesspiegel.de/downloads/1956088/1/Studie%20zu%20rechtsextremen%20Einstellungen.pdf

    Hoffnung schenkt dagegen die Aktion „Soziale Netzwerke gegen Nazis“, initiiert durch http://www.netz-gegen-nazis.de/.

    Die Idee:

    Die deutschsprachigen Sozialen Netzwerke positionieren sich gegen Rechtsextremismus und vermitteln ihren demokratischen Userinnen und Usern, dass sie auf ihrer Seite sind. Die Kampagne läuft vom 11. Oktober bis 17. Oktober 2010 auf den beteiligten Sozialen Netzwerken. Wir freuen uns sehr, dass wir 20 große und kleine Soziale Netzwerke in Deutschland gewinnen konnten, sich gegen Rechtsextremismus zu positionieren.

    … da sollte man doch eigentlich eine Dauerkampagne draus machen, oder?

    Jugend braucht Initiation

    „Die Sehnsucht nach Einweihung ist universell, und die heutige Jugend ist damit oft allein gelassen. Wird ihr keine Form der spirituellen Initiation geboten, die ihr den Eintritt in die Erwachsenenwelt bestätigt, findet die Initiation stattdessen auf der Straße statt, bei Autorennen, durch Drogen, durch ausufernden Sex, durch Waffen.“

    Dies ist ein Zitat von Jack Kornfield aus seinem Buch „Das Tor des Erwachens“ aus dem Jahr 2004. Es erinnert mich an eine internationale Jugendbegegnung, die im September 2010 im Jugendgästehaus Lütjensee durchgeführt wurde. Dort gab es tatsächlich ein Tor, durch welches die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 7 europäischen Nationen in einen Initiationsritus hinein und nach Beendigung desselben auch wieder hinaus geführt wurden.

    Die Prüfung bestand darin, ganz allein in einer kleinen Gruppe Gleichaltriger eine Nacht im Wald zu verbringen. Spannend und abenteuerlich, in jedem Falle eine Herausforderung.  Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zwei davon meine eigenen Töchter, waren begeistert. Aktionen wie diese stärken das Selbstbewusstsein und zeigen, dass wir es nicht nur mit einer Generation verweichlichter Couch-Potatoes zu tun haben, wenn wir an Jugend denken. Im Gegenteil: Jugend braucht die Chance, Erfahrungen machen zu dürfen, welche die eigenen Grenzen aufzeigen, um über sich selbst hinaus wachsen zu können. Dies ist ein wesentliches Element im Prozess des Erwachsenwerdens. Kurz gesagt: Jugend braucht die Initiation.