Von Geduldsfäden, Anti-Wut-Fliegern und Traumbildern

Starke Emotionen wie Wut und Aggression sind ein fester und notwendiger Bestandteil unseres Alltags.
Wir alle mussten und müssen im Laufe unseres Lebens lernen, konstruktiv mit diesen Gefühlen umzugehen.
Als Schulsozialpädagogin arbeite ich gern mit Kleingruppen im Bereich der sozialen Gruppenarbeit.
Das Buch „Spiele zum Umgang mit Aggressionen“ von Rosemarie Portmann bietet zahlreiche praxistaugliche Übungen und Interaktionsspiele zum spielpädagogischen Ausprobieren und Einüben alternativer Verhaltensweisen mit Kindern und Jugendlichen.
Die Leitthemen:

  • Aggressive Gefühle wahrnehmen und ausdrücken
  • Auslöser für Wut und Aggression erkennen
  • Sich selbst und andere besser verstehen
  • Wut und Aggression beherrschen und abbauen
  • Ich-Stärke und Selbstwertgefühl aufbauen
  • Nicht-aggressive Beziehungen aufnehmen
  • Konflikte friedlich lösen
  • Rosemarie Portmann ist Diplom-Psychologin und langjährige Mitarbeiterin des schulpsychologischen Dienstes am staatlichen Schulamt in Wiesbaden. Ihr Buch „Spiele zum Umgang mit Aggressionen“ ist im Don Bosco Verlag erschienen.
    ISBN: 978-3-7698-0796-7

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    Schulsozialarbeit

    Seit über 10 Jahren arbeite ist als Schulsozialpädagogin. Oder als Schulsozialarbeiterin? Im sozialpädagogischen Dienst einer Schule? Egal wie wir das Kind benennen: Schulsozialarbeit, wenn sie denn richtig interpretiert und gelebt und nicht als Lückenbüßerin für zahlreiche schulische Aufgaben wie z. B. die Organisation des schulischen Ganztags oder das Bespielen chronischer Unterrichtsstörer missbraucht wird, nimmt einen zentralen und richtungsweisenden Stellenwert in allen Bereichen schulischer Prävention ein.

    Oberste Priorität hat (und sollte immer haben, egal wohin die Reise geht) die Beratung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften. Krisen- und Konfliktmanagement, Soziales Lernen im Rahmen sozialer Gruppenarbeit, Sucht- und Gewaltprävention, Mitwirkung in schulischen Gremien – all dies sind weitere Schlagworte unseres Einsatzbereiches.

    Der Landesrechnungshof des Landes Schleswig-Holstein gab im Jahr 2010 eine Empfehlung heraus, alle Schulen des Landes mit Schulsozialarbeit auszustatten.  Der Personalschlüssel sah eine Versorgung von jeweils 500 Schülerinnen und Schülern mit einer Vollzeitstelle vor. Von diesem Luxus sind wir natürlich Lichtjahre entfernt, aber Zukunftsmusik ist auch Musik.

    Tatsache ist: Schule wird den gestiegenen Anforderungen durch veränderte gesellschaftliche Entwicklungen und Bedingungen mit dem vorhandenen Personalkontingent chronisch überforderter Lehrkräfte auf Dauer nicht gerecht werden können. Ohne multiprofessionell ausgerichtete Konzepte und den Einsatz außerschulischer Experten dürfte die Verwirklichung des Bildes der „Schule als Lern- und Lebensraum“ noch lange auf sich warten lassen. Die Schulsozialarbeit dürfte in diesem Zusammenhang eine zentrale Schlüsselfunktion einnehmen.

    Wer sich intensiver über Grundlagen und Konzepte von Schulsozialarbeit informieren möchte, dem empfehle ich den  Internetauftritt des Landesprogramms Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt:

    Schulsozialarbeit