“Fair ist cool”: Jugendprojektpreis 2014

fairistcool

“Fair ist cool”, das Bargteheider Netzwerk zur Gewaltprävention, wurde gestern abend mit dem Jugendprojektpreis der Bürgerstiftung Region Ahrensburg ausgezeichnet. Für mich als Initiatorin dieses Netzwerks ist dies natürlich eine große Freude und die Bestätigung, dass es sich lohnt, über einen Zeitraum von vielen Jahren Zeit und Kraft in ein Projekt zu investieren und auch in Durststrecken nicht aufzugeben.
Die Ehrung durch den Jugendprojektpreis gebührt all denen, die sich seit der Gründung des Netzwerks im Jahr 2007 unermüdlich und ehrenamtlich im Rahmen der vielen kleinen Bausteine des Gesamtprojekts engagiert und somit Innovation ermöglicht haben. Fair ist cool, aber ihr seid es auch!
Noch steht die Freude über den Jugendprojektpreis im Zentrum, aber dann sollte es weitergehen. Ein Preis dieser Art ist nicht nur Würdigung, sondern in erster Linie ein Auftrag, der in die Zukunft gerichtet ist.
So wünsche ich meiner Nachfolgerin viel Erfolg, gute Ideen, Freude am Werk und zahlreiche engagierte Menschen, die ihre Arbeit bereichern und beflügeln.
“Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!” (Erich Kästner)

Arabues zeigt: “Blut muss fließen”!

Neun Jahre lang recherchierte der Journalist Thomas Kuban zum Thema “Rechtsrock” in der Nazi-Szene und erstellte auf der Basis seiner Ergebnisse die Doku “Blut muss fließen – Undercover unter Nazis”. Dieser Film schildert eindrucksvoll sowohl die extreme Gewaltbereitschaft als auch die alltägliche Praxis von Volksverhetzungen in der rechten Szene.

Hauptteil der Doku sind verdeckte Konzertmitschnitte, welche aus der Perspektive einer Knopflochkamera gezeigt werden. Der Filmtitel “Blut muss fließen” basiert auf dem Refrain des Liedes “Blut”, einer antisemitischen Variante des sogenannten Heckerliedes. Es gehört zum festen Repertoire rechtsextremer Konzerte und Musik.

Der Film “Blut muss fließen” wurde auf der Berlinale 2012 gezeigt und erhielt den 2. Preis in der Kategorie “Alternativer Medienpreis 2012″.

Arabues, das Antirassistische Bündnis Stormarn, zeigt den Dokumentarfilm “Blut muss fließen” am Mittwoch, den 22. Mai 2013 um 20 Uhr in Kooperation mit dem Oho Kino Bad Oldesloe. Der Eintrittspreis beträgt 3,- € für Schülerinnen und Schüler und 5,- € für Erwachsene. Der Vorverkauf startet ab Montag, den 06. Mai 2013. Karten können direkt per E-Mail über das Oho Kino, info(@)oho-kino.de, vorbestellt werden.

Sowohl am Mittwoch, den 22. Mai 2013 als auch am Donnerstag, den 23. Mai 2013 finden am Vormittag im Oho Kino Schulvorstellungen des Films “Blut muss fließen” statt. Infos hierzu können unter der E-Mail Adresse info@arabues.de erfragt werden.

Die gesamte Aktion findet im Rahmen der bundesweiten Aktionstage zur politischen Bildung statt und wird gefördert durch das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein und die Jugendschutzbeauftragte des Kreises Stormarn.

Infos zu den Aktionstagen zur politischen Bildung gibt es hier!

Alle weiteren Infos stehen auf dem beigefügten Flyer zur Verfügung!

Flyer_Vorderseite

Flyer_Rückseite

Crystal Meth auf dem Vormarsch

Nach Ansicht zahlreicher Experten kommt die synthetische Billigdroge Crystal Meth in Deutschland verstärkt in Umlauf.
Crystal wird vorwiegend in Labors in Tschechien produziert und in grenznahen Gebieten verkauft.
Die Droge, die vorwiegend geschnupft wird und extrem schnell zur Abhängigkeit führt, löst Psychosen und Hirnschäden aus, da Nervenzellen großflächig abtötet werden. Weitere Folgeschäden sind Gedächtnisstörungen und Verfolgungswahn.
Mehr Infos bietet der Artikel “Der Seelenfresser” auf Zeit Online.

24. März 2013: Welt-Tuberkulosetag

Heute ist Welt-Tuberkulosetag. Die Gefahr dieser heimtückischen Krankheit ist noch lange nicht gebannt – dies belegen die jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts Berlin: Pressemitteilung RKI Berlin
Grundlegende Infos zu Tuberkulose sowie Möglichkeiten der Prävention bzw. Hilfen im Falle einer Erkrankung gibt es auf der Seite Tuberkulose-Ratgeber.de.

Veränderungen und Neuigkeiten

Nach 12 Jahren in der Schulsozial- und Jugendbildungsarbeit habe ich mich zum 01.02.2013 einem neuen Tätigkeitsfeld zugewandt: der Erwachsenenbildung. Bis zum Oktober habe ich Zeit, mich in dieses spannende Arbeitsfeld einzuarbeiten, um dann die Leitung einer Volkshochschule zu übernehmen.
Es stellt sich die Frage: was wird aus diesem Blog? Soll ich meine Beiträge einstellen oder weiterführen?
Prävention ist ein weites Feld und betrifft alle gesellschaftlichen Bereiche und Gruppen, auch die Erwachsenenbildung. Darüber hinaus gibt es auch in der Volkshochschule den Bereich der Kinder- und Jugendbildung. Warum also aufhören?

Damit ist die Entscheidung gefallen: “Lernen durch Prävention” wird es auch in Zukunft geben – mit etwas verlagerten Schwerpunkten vielleicht, aber das wird sich eher bereichernd auswirken. Außerdem will ich schon seit langer Zeit einen Artikel über Mobbing in der Arbeitswelt schreiben – jetzt bietet sich endlich die Gelegenheit dazu.

Also dann – man liest sich! ;-)

Gegen das Vergessen – Amanda Todd

Am 10. Oktober 2012 starb Amanda Todd. Todesursache: Cyber-Mobbing.

Sie war einmal ein ganz normales Mädchen aus Vancouver – jedenfalls bevor sie in der 7. Klasse den entscheidenden Fehler beging, einer Chatbekanntschaft ein Nacktbild zu mailen. Dies war der Beginn eines jahrelangen Martyriums inklusive Angststörung, Panikattacken, Essstörungen und selbstverletzendem Verhalten. Ihre Peinigerinnen und Peiniger kann nicht einmal ein erster erfolgloser Suizidversuch von den alltäglichen Schikanen und Erpressungsversuchen abhalten. Es sind teilweise dieselben Menschen, die nach Amandas Tod zu kollektivem Trauern und Lichterketten aufrufen.
Amanda Todd erzählte ihre Geschichte in einem mehr als berührenden Video auf You Tube, bevor sie sich am 10.10.2012 erhängte. Ihre Eltern haben nach langem, zum Schluss jedoch leider erfolglosen Kampf für Amanda nach deren Suizid eine Stiftung zur Unterstützung von Cyber-Mobbing Opfern gegründet.

Amandas Geschichte auf You Tube

Übrigens: am 2. Dezember 2012 ist landesweiter Anti-Mobbing-Tag! In Zusammenhang mit Amandas Tod sind jegliche Plattitüden mehr als unangebracht, aber trotzdem: brauchen wir wirklich einen solchen Tag, um auf die Selbstverständlichkeit eines respektvollen Miteinanders hinzuweisen?

1. Weltmädchentag in Bargteheide

Am 11. Oktober 2012 findet weltweit der 1. UN – Mädchentag statt.
Es gibt den Welt-Kindertag, es gibt den Welt-Frauentag und eine Vielzahl anderer internationaler Gedenk- und Aktionstage – wozu brauchen wir einen eigenen Mädchentag? Die Antwort ist simpel: Weil die Welt bislang die Herausforderungen, mit denen Mädchen, vor allem in Entwicklungsländern, konfrontiert sind, zu wenig beachtete. Die Einrichtung des 11. Oktober als weltweiter Aktionstag ist ein enormer Erfolg auf dem Wege zur Gleichberechtigung und macht auf internationaler Ebene auf Mädchen aufmerksam: auf ihre spezifischen Bedürfnisse, auf die Probleme, die sie haben und darauf, dass Mädchen häufiger von Armut betroffen sind als Jungs.

In Bargteheide wollen wir an diesem 1. Weltmädchentag den Blick auf Bargteheider Mädchen richten, für die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht selbstverständlich ist. Es fehlt ihren Familien am nötigen Geld, um ihnen die Teilnahme im Sportverein, am Ballett-, Musik- oder Theaterunterricht oder an einem Zeltlager zu ermöglichen. Hier sind gesellschaftliches Engagement und der Blick auf das Gemeinwesen gefragt: gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund, in Bargteheide engagiert vertreten durch das Kinderhaus Blauer Elefant, wollen wir, die Gleichstellungsbeauftragte und die Jugendbildungsreferentin der Stadt Bargteheide, Patenschaften für Mädchen organisieren, denen ohne eine solche Unterstützung der Weg zu einer aktiven, gemeinschaftlich organisierten Freizeitgestaltung verwehrt bliebe.

Alle Bürgerinnen und Bürger, die ein Mädchen über einen gewissen Zeitraum finanziell unterstützen möchten, haben die Möglichkeit, diesen Entschluss im Rahmen einer anonymen Patenschaft in die Tat umzusetzen. Dies kann eine Privatperson sein, eine Firma oder auch ein Verein. Wie lange die jeweilige Patenschaft bestehen bleibt, entscheiden die Paten selbst. Ein- bis zweimal pro Jahr erfolgt eine Rückmeldung über das Patenkind in anonymisierter Form.

Unser Ziel ist, bis zum 11. Oktober mindestens 5 Patenschaften für Mädchen zu sichern. Wir suchen engagierte Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, die Verantwortung für eine solche Patenschaft zu übernehmen. Die mit einer solchen besonderen Förderung verbundenen Kosten sind gemessen an der Freude, die mit dieser Unterstützung verbunden ist, vergleichsweise gering:

Eine volle Patenschaft kostet 30,- Euro pro Monat
Eine halbe Patenschaft kostet 15,- Euro pro Monat
Eine viertel Patenschaft kostet 7,50 Euro pro Monat

Am 11. Oktober wird das Engagement der potentiellen Patinnen und Paten durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit gewürdigt. Und mindestens einem Mädchen aus Bargteheide wird ein Herzenswunsch erfüllt werden.

Für Rückfragen und Patenschaftsanmeldungen stehen wir Ihnen sehr gern zur Verfügung und bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung.

Ute Sauerwein-Weber
Stadt Bargteheide
Jugendbildungsreferentin
Rathausstraße 24 – 26
22941 Bargteheide
Telefon: 04532-2843960
Mail: ute.sauerwein@jat-bargteheide.de

Gabriele Abel
Stadt Bargteheide
Gleichstellungsbeauftragte
Rathausstraße 24 – 26
22941 Bargteheide
Telefon: 04532-4047 903
Mail: abel@bargteheide.de

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